Alt St. Mater­nus

Alt St. Mater­nus

Alt St. Maternus

Stein­stra­ße, 50996 Köln-Roden­kir­chen (“Roden­kir­che­ner Kapell­chen”)

 

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Geschich­te

Die Geschich­te des Köl­ner Stadt­teils Roden­kir­chen ist eng ver­kün­pft mit der Geschich­te der Stadt Köln. Grab­fun­de bestä­ti­gen, dass die­ser Ort schon zur Römer­zeit besie­delt war und vor­wie­gend land­wirt­schaft­lich genutzt wur­de. Eine ers­te urkund­li­che Erwäh­nung Roden­kir­chens geht auf das Jahr 989 zurück. Dort wird unter ande­rem die Schen­kung des Fron­ho­fes Roden­kir­chen an die Abtei St. Mar­tin in Köln doku­men­tiert.

Unse­re Kir­che “Alt St. Mater­nus” (von den Ein­hei­mi­schen lie­be­voll “Kap­pell­che” genannt) ist die alte Pfarr­kir­che des Ortes. Mit ihrer beson­de­ren Lage auf einem Fels­vor­sprung über dem Rhein hat die­ser eigent­lich beschei­de­ne Bau eine gran­dio­se Wir­kung auf das Ufer­pan­ora­ma. Ihre ers­te Bau­sub­stanz geht auf das 10. Jahr­hun­dert zurück, wobei jedoch vie­les für einen noch älte­ren Vor­gän­ger­bau spricht. Bei Sanie­rungs­ar­bei­ten wur­den 1925 auf dem neben der Kir­che gele­ge­nen alten Fried­hof sog. Memo­ri­en­stei­ne, Gedächt­nis­ta­feln für Ver­stor­be­ne ent­deckt, die wohl aus dem 6. Jahr­hun­dert stam­men. Sie wur­den in der Kir­che sicht­bar in die Wand ein­ge­las­sen (im nord­öst­li­chen Turm­pfei­ler und in der Wand zur Sakris­tei). In goti­scher Zeit wur­de dem ursprüng­lich roma­ni­schen Saal­bau ein süd­li­ches Sei­ten­schiff ange­fügt und auf den alten Fun­da­men­ten die Apsis neu errich­tet. Wei­te­re Ergän­zungs- und Erwei­te­rungs­bau­ten (West­bau und Sakris­tei) stam­men aus dem 17. Jahr­hun­dert.

Immer wie­der waren, ins­be­son­de­re durch Hoch­was­ser­schä­den, Instand­set­zungs- und Erhal­tungs­ar­bei­ten not­wen­dig. An den Innen- und Außen­wän­den der Kir­che fin­den sich Mar­kie­run­gen der beson­ders gro­ßen Hoch­was­ser (vor allem von 1784 und 1926). Nach dem Bau und Bezug der neu­en Mater­nus­kir­che 1867 ver­fiel die alte Mater­nus­kir­che in einen Dorn­rös­chen­schlaf. Sie ver­fiel zuse­hends, sodass man sie 1925–1929 einer Kom­plett­sa­nie­rung unter­zie­hen muss­te. Kaum wie­der­her­ge­stellt, füg­te ihr der 2. Welt­krieg wie­der gro­ße Schä­den zu. Der Ost­teil des Lang­hau­ses wur­de bis auf die Grund­mau­ern zer­stört, von der Apsis blie­ben nur noch Tei­le erhal­ten, die Süd­wän­de und die Sakris­tei lagen in Trüm­mern, der Turm­helm und die Dächer waren eben­so sehr beschä­digt.

Vor der gro­ßen “Abriss­be­we­gung” alter, im Krieg beschä­dig­ter Bau­ten in Köln blieb Alt St. Mater­nus zum gro­ßen Glück ver­schont. Schon 1948 began­nen ers­te Wie­der­her­stel­lungs­ar­bei­ten. Und in Zusam­men­ar­beit mit der kirch­li­chen und staat­li­chen Denk­mal­schutz­be­hör­de konn­te der aus Roden­kir­chen stam­men­de Archi­tekt Albert Weiß 1954 bei der Wie­der­ein­wei­hung der Kir­che auf ein wirk­lich gelun­ge­nes Werk zurück­bli­cken, das sich ganz har­mo­nisch in das sie umge­ben­de, eben­falls his­to­ri­sche Fach­werk­häu­ser-Ensem­ble ein­fügt. Bis in die jüngs­te Zeit hin­ein blie­ben durch Hoch­was­ser beding­te Reno­vie­rungs­ar­bei­ten nötig. Erst die Errich­tung der (mobi­len) Köl­ner Hoch­was­ser­schutz­wän­de in den Jah­ren 2006-08 brach­te auch Alt St. Mater­nus aufs tro­cke­ne Land.

Im Innern der Kir­che wird der Raum durch den roma­ni­schen Bau­stil bestimmt. Nur zwei klei­ne Chor­fens­ter glie­dern die Wand­flä­chen der Apsis. Deren Kopf­wand trägt klei­ne Reli­ef­sta­tu­en der vier Evan­ge­lis­ten, die von der Kan­zel der neu­en Mater­nus­kir­che stam­men und um das Jahr 1880 zu datie­ren sind. Sehr har­mo­nisch kom­bi­niert sich in Alt St. Mater­nus alte mit neu­zeit­li­cher Kunst. Die Sta­tu­en des hl. Mater­nus, die baro­cke Dar­stel­lung der Anna­selb­dritt, des hl. Johan­nes Nepo­muk und der hl. Scho­las­ti­ka ste­hen in einem span­nungs­rei­chen Bezug zum moder­nen Taber­na­kel und Ambo – bei­des neue­re Wer­ke des Bild­hau­ers Ho Sang Tong aus Köln-Weiß.

Unse­re alte Mater­nus­kir­che will an den Ort erin­nern, an dem nach der Mater­nus­le­gen­de das Boot mit dem Leich­nam des ver­stor­be­nen Bischofs strom­auf­wärts­trei­bend am Fels­vor­sprung hän­gen blieb, wor­auf man ihm hier zu sei­ner Ehre und zu sei­nem Gedächt­nis die­se Kir­che errich­te­te. An der Apsis­au­ßen­wand erin­nert ein Skulp­tur des Roden­kir­che­ner Bild­hau­ers Ste­fan Kai­ser an die­se Erzäh­lung.

Pfar­rer Peter Nüs­ser

Fotor­und­gang
Die Glo­cke

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Etwa 15 Min­un­ten vor Got­tes­dienst­be­ginn wird ein­ge Minu­ten geläu­tet. Der Antrieb der Glo­cke erfolgt elek­trisch.

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