Am Sams­tag. 21.3.2026 fand in St. Joseph die sog. „Mise­re­or-Mes­se“ statt, die vom Lit­ur­gie­aus­schuss unse­rer Gemein­de und unse­rer Eine-Welt-Grup­pe vor­be­rei­tet wurde.

Hier kön­nen Sie unse­re zen­tra­len Tex­te mitverfolgen.

Lesung aus dem Buch Ezechiel
Ez 37, 12b–14
So spricht Gott, der Herr: Sie­he, ich öff­ne eure Grä­ber und hole euch, mein Volk, aus euren Grä­bern her­auf. Ich brin­ge euch zum Acker­bo­den Israels.
Und ihr wer­det erken­nen, dass ich der Herr bin, wenn ich eure Grä­ber öff­ne und euch, mein Volk, aus euren Grä­bern heraufhole.
Ich gebe mei­nen Geist in euch, dann wer­det ihr leben­dig und ich ver­set­ze euch wie­der auf euren Acker­bo­den. Dann wer­det ihr erken­nen, dass ich der Herr bin. Ich habe gespro­chen und ich füh­re es aus – Spruch des Herrn.

Wir, die Eine-Welt-Grup­pe Roden­kir­chen arbei­ten seit weit über 30 Jah­ren mit und für unser Part­ner­schafts­pro­jekt in Dué­koué, Cote d’Ivoire. Das Zen­trum IFP (Insti­tut de for­ma­ti­on pro­fes­si­on­nel­le– Berufs­aus­bil­dungs­zen­trum) wird von Sale­sia­nern Don Bosco gelei­tet. Es wird zusätz­lich vom Kin­der­mis­si­ons­werk unter­stützt (unse­re Stern­sin­ger­gel­der gehen von dort nach Dué­koué). Im IFP wer­den Aus­bil­dun­gen mit staat­lich aner­kann­ten Abschlüs­sen ange­bo­ten in den Berei­chen Metall (z.B. Schlos­ser, Schwei­ßer, Dre­her), Elek­tro­be­ru­fe (z.B. Elek­tro­in­stal­la­teur, Stark­strom­elek­tri­ker), Auto­me­cha­nik (z.B. Auto­schlos­ser, Auto­elek­tri­ker), Beklei­dung und Tex­til (z.B. Näher, Schnei­der), Kochen und Backen (Koch, Bäcker), sowie im Bereich Krankenpflege.
Die­ses Aus­bil­dungs­zen­trum ist ein Ort der Sta­bi­li­tät in einer Regi­on, wo zahl­rei­che Eth­ni­en mit ver­schie­de­nen Spra­chen zusam­men­le­ben; ergän­zend: Es wer­den mehr als 60 Spra­chen (nicht: Dia­lek­te !) in der Elfen­bein­küs­te gespro­chen. Und die Sale­sia­ner sind für uns ein Garant, dass die Arbeit Zukunft hat.
Meh­re­re Male waren Mit­glie­der unse­rer EWG zu Besuch in die­sem Pro­jekt und eini­ge Male hat­ten wir auch Besuch von den Lei­tern des IFP in unse­rer Gemein­de. Viel­leicht erin­nern sich eini­ge von Ihnen an Mes­sen, in denen Pfr. Windt zusam­men mit unse­rem Gast die Mes­se gefei­ert hat.
So ist über die Jah­re Ver­trau­en gewach­sen, und wir konn­ten erfolg­reich die Bemü­hun­gen der Sale­sia­ner unter­stüt­zen, den Jugend­li­chen Aus­bil­dung und Hoff­nung zu geben.
Die Spen­den­gel­der, die für Dué­koué gesam­melt wur­den im Lau­fe der Jahr­zehn­te, waren haupt­säch­lich für Sti­pen­di­en an Schü­ler, für Mahl­zei­ten oder für Reno­vie­rung von Gebäu­den bestimmt. Manch­mal gab es Son­der­ak­tio­nen wie z.B. die Neu­an­schaf­fung eines Jeeps und vor kur­zem die Mit­fi­nan­zie­rung eines Gene­ra­tors, als der alte sei­nen Geist auf­gab und drin­gend Ersatz gebraucht wur­de zur Durch­füh­rung der anste­hen­den Prüfungen.
In Pla­nung ist die Aus­bil­dung im Bereich Solar­tech­nik, die wir ger­ne mit unter­stüt­zen würden.

All die­se Unter­stüt­zung wäre ohne die gro­ße Spen­den­be­reit­schaft von Ihnen in unse­rem Pas­to­ral­ge­biet und dar­über hin­aus nie­mals gelun­gen – inclu­si­ve des Enga­ge­ments von Schu­len und Grup­pie­run­gen. Dafür herz­li­chen Dank!

Und was uns bewegt, an der Sache dran zu bleiben?
Die Moti­va­tio­nen der ein­zel­nen Grup­pen­mit­glie­der mag unter­schied­lich sein. Aber eini­ges tei­len wir alle: Die Suche nach aus­glei­chen­der Gerech­tig­keit auf die­ser einen Welt, Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der über natio­na­le Gren­zen hin­weg, die Freu­de am mit­ein­an­der tei­len und die über­bor­den­de Freu­de der Men­schen unse­res Part­ner­pro­jek­tes, die sich von ihren schwie­ri­gen Lebens­be­din­gun­gen nicht die gro­ße Lebens­freu­de, ihr Gott­ver­trau­en und ihren Opti­mis­mus neh­men las­sen für Wege in die Zukunft.

Gott will uns her­aus­ho­len aus Grä­bern, d.h. aus Enge, Resi­gna­ti­on über die Zustän­de in der Welt und Erstar­ren im Klein-Klein.
Er will uns sei­nen Geist geben, also Kraft und Ener­gie, eine neue Sicht, Krea­ti­vi­tät, damit Auf­bruch in die Zukunft gelingt und neu­es Leben (vgl. Acker­bau) mög­lich ist.

Vie­len Dank für Ihre Aufmerksamkeit!